Pelsiner Chancenwucher bleibt unbelohnt und wird von schweren Verletzungen überschattet

Der Pelsiner SV kehrt mit einem 1:1-Unentschieden vom Gastspiel beim SV Pommern Pasewalk zurück. Im altehrwürdigen Walter-Siebert-Stadion dominierte man über die gesamte Spielzeit den Gegner und spielte sich unzählige Chancen heraus, konnte diese jedoch nicht nur einmal nutzen. Zudem wurde die Partie am Ende von zwei schweren Verletzungen auf Seiten des SV Pommern überschattet.

Chef-Trainer Marcel Christen konnte am 9. Spieltag der Kreisliga II nahezu aus den Vollen schöpfen. Lediglich die Position zwischen den Posten bleibt eine Baustelle, weshalb der Coach erneut selbst das Tor seiner Mannschaft hütete. Ins Mittelfeld kehrte dafür Paul Hirsch zurück. Der PSV startete kontrolliert und zielstrebig ins Spiel. Von Beginn an beherrschte das Team um Kapitän Hendrik Netz den Ballbesitz und ließ die Gastgeber so gut wie gar nicht in die Partie kommen. Stattdessen legte man im Spielaufbau eine ordentliche Portion Geduld an den Tag, wodurch man sich den Gegner am eigenen Strafraum „zurechtlegte“. Pommern zog sich dagegen in den tiefen Block zurück, so konnten sich selbst die Pelsiner Außenverteidiger ins Offensivspiel mit einschalten. Richtige Gefahr konnte man jedoch in der Anfangsphase noch nicht ausstrahlen. Es musste eine Standardsituation her, um den Bann zu brechen. Ron Uteß brachte eine Ecke von rechts in den Sechzehner der Gastgeber, wo Michel Geserick am kurzen Pfosten den Weg clever frei blockte und die Kugel in die Mitte zu Hirsch gelang. Der durfte den Ball seelenruhig annehmen und anschließend ins Netz zum 0:1 befördern (21.). In der Folge traute sich auch der SV Pommern nach vorn, doch ihre Angriffsversuche blieben entweder zu uninspiriert oder wurden durch die sehr aufmerksame Pelsiner Defensive bereits im Keim erstickt. So spielte der PSV bis zur Halbzeitpause immer wieder zielstrebig nach vorn, zeigte sich phasenweise allerdings zu geduldig verpasste mehrmals, die Offensivspieler in aussichtsreiche Position zu bringen. Wenn man dann aber doch mal durch den Abwehrblock der Pommern kam, hatte man nicht das Auge für den besser postierten Nebenmann (Toure) oder vergab freistehend vor dem gegnerischen Torhüter (Geserick). So ging es zwar mit einer hoch verdienten, jedoch knappen Führung in die Halbzeit.

Der zweite Durchgang startete mit weiterhin druckvollen Pelsinern, die in Form von Marouf Toure am rechten Pfosten scheiterten. Wenig später wurde der Beniner erneut in die Tiefe geschickt, doch statt alleinstehend vor Keeper Bellin einzuschieben, drosch er die Kugel unpräzise auf den Schlussmann, welcher dadurch parieren konnte. Nach gut 55 Minuten gab es dann einen ersten Schreckmoment, als bei einer versuchten Grätsche Pommerns Felix Zäske äußerst ungünstig mit dem Arm im Rasen hängen blieb und sich schwer verletzte. Nach einer längeren Unterbrechung ging die Partie mit motivierten Gastgebern weiter, die nun ihre beste Phase im Spiel hatten. Der PSV wirkte dagegen unkonzentriert und so schlug Pommern Pasewalk mit der ersten echten Torchance eiskalt zu und traf durch Mario Steffen zum 1:1. Nachdem die Pelsiner Abwehr den Ball nicht entschieden genug klären konnte, schlenzte Steffen das Leder unhaltbar für Christen ins lange Eck (60.). Danach fand der PSV zurück in die Spur und erarbeitete sich erneut eine Vielzahl an Chancen. Die beste vergab dabei Lars Herkules, der aus fünf Metern eigentlich nur einschieben brauchte, die Kugel jedoch annahm und anschließend am Kasten vorbeischoss. Auch Stürmer Geserick, Toure, Hirsch oder Wolframm suchten immer wieder den Abschluss blieben jedoch zu unpräzise und die Schüsse landeten entweder neben dem Kasten auf Bellin war auf der Linie zur Stelle. Zu Beginn der Schlussphase gab es dann den zweiten Schreckmoment: Linksverteidiger Johannes Fischer und Pommerns Alex Räther wollen auf Höhe der Eckfahne beide zum Ball grätschen, beim anschließenden Pressschlag verletzte sich der Pasewalk so schwer am Bein, dass sofort der Rettungsdienst alarmiert werden musste. Nach einer weiteren längeren Unterbrechung wurde die Partie ab 75. Minute fortgesetzt, wo der PSV durch Paul Hirsch noch eine sehr gute Gelegenheit zum Siegtreffer hatte, doch der Schuss aufs kurze Eck wurde von Bellin noch mit den Fingerspitzen an den linken Pfosten gelenkt.

So endete die Partie 1:1-Unentschieden, wobei das Ergebnis letztendlich durch die beiden schweren Verletzungen der Pommern-Akteure in den Hintergrund rückte. Der Pelsiner SV wünscht auf diesem Wege nochmals beiden Spielern eine schnelle und vollständige Genesung. Bei beiden Verletzungen handelte es sich um äußerst unglückliche Unfälle, die im Fußball leider dazugehören können. Nach der längeren Unterbrechung entschied sich die Mannschaft dafür, die Begegnung regulär zu Ende bringen zu wollen. Diese Entscheidung wurde letztlich auch vom SV Pommern Pasewalk mitgetragen.

Am kommenden Samstag empfängt der PSV im letzten Heimspiel des Jahres 2026 den SV Züsedom 48.

SV Pommern Pasewalk - Pelsiner SV 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Hirsch (21.), 1:1 Steffen (60.)

So spielte der PSV: Christen - Fischer, Müller, Netz ©, Uteß (90. Harwardt) - Hrisch, Wolframm - Herkules, Toure (70. Abdullahi), Hahn - Geserick

Auf der Bank: Engler, Fousseni, Frost, Kosanke

02.11.2026