Niederlage gegen Penkuns „Zweite“ – PSV scheidet aus Lübzer-Kreispokal aus

Die Pelsiner Kreisligafußballer verabschieden sich erneut früh aus dem Lübzer-Kreispokal. Dank eines Freiloses in Runde eins hatte man es in diesem Jahr immerhin in die zweite Runde geschafft. Im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Penkuner SV Rot-Weiß setzte es für die Mannschaft von Trainer Marcel Christen eine verdiente 1:4 (1:3)-Niederlage.

Die Gäste aus Penkun zogen nach 90 Minuten verdient in die dritte Runde des Kreispokals ein. Den Umstand, dass deren Elf mindestens zur Hälfte aus der Landesklasse-Mannschaft bestand, sollte jedoch definitiv kritisch angesprochen werden - vor allem, wenn ähnliches bereits im Vorfeld vom Erstrundengegner berichtet wurde. Aufgrund von Einschulungen und Urlaub mussten die Pelsiner dagegen mit Michel Geserick, Ron Uteß und Lars Herkules auf drei potentielle Stammkräfte verzichten. Nichts desto trotz konnte Chef-Coach Christen auf einen vollen Kader bauen. Das Team um Kapitän Hendrik Netz zeigte von Beginn an viel Einsatz und Leidenschaft, um sich dem qualitativ stärker besetzten Gegner entgegenzustellen. Nach knapp zehn Minuten zeigten die Gäste jedoch ihre gnadenlose Effizienz, als Filipowicz vor dem Strafraum seinen Gegenspielermit einer feinen Bewegung aussteigen ließ und aus 16 Metern das Spielgerät präzise im rechts unten im Eck zur frühen Führung unterbrachte. In der Folge hatten die Penkuner sichtlich mehr Spielanteile, der PSV lauerte jedoch immer wieder auf Umschaltsituationen, um immer wieder Nadelstiche zu setzen. So richtig gefährlich wurde man bis dato jedoch nicht. Nach einer halben Stunde schlugen wiederum die Penkuner eiskalt zu. Nach einer Standardsituation waren die Gastgeber weiter aufgerückt, wodurch ein Steckpass erneut Filipowicz in Szene setzte, welcher der letzten Pelsiner Kette mit hohem Tempo enteilte und allein auf das von Co-Trainer Ricardo Frost gehütete Tor zustürmte. Anschließend spitzelte der Angreifer den Ball eiskalt mit der Pieke am herauseilenden Frost vorbei ins Netz zum 0:2. Kurz vor der Pause folgte der vermeintliche Nackenschlag, als ein Penkuner zu einfach an der Strafraumkante entlang dribbelte und den Abschluss suchte. Sebastian Teske stand zwar in der Schussbahn und blockte den Schuss, der Abpraller landete jedoch genau vor den Füßen von Wroblewski, der Frost ohne Chance ließ und auf 0:3 stellte (43.). Die Pelsiner gaben sich jedoch keineswegs geschlagen und so war es Damon Hahn der mit einem unwiderstehlichen Antritt über die rechte Außenbahn stürme und eine Flanke an den langen Pfosten schlug. Paul Hirsch wollte zum Kopfball ansetzen, wurde jedoch vom Gegner klar und deutlich daran gehindert, was folgerichtig Foulelfmeter für den PSV bedeutete. Hirsch trat hier selbst an und verwandelte sicher links unten zum 1:3 (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte trat Trainer Christen persönlich zum Freistoß aus knapp 20 Metern halbrechter Position an. Den Schlenzer aufs lange Eck parierte Penkuns Torwart Szybka jedoch glänzend zur Ecke.

Nachdem plötzlich der Anschlusstreffer nicht unmöglich schien, startete der PSV mit diesem Schwung in die zweite Halbzeit und war nun auch um mehr Spielkontrolle bemüht. Den Gegner konnte man zu diesem Zeitpunkt weit vom Tor weghalten. Klare Gelegenheiten blieben trotzdem weiterhin Mangelware. Viel mehr sahen die knapp 50 Zuschauer am PSV-Sportplatz in Stretense eine aufopferungsvoll kämpfende Heimelf, die nicht aufsteckte und den letzten Strohhalm greifen wollte. Und dann hatte Marouf Toure plötzlich die beste Chance auf das 2:3, als er nach feinem Steckpass von Kevin Müller durch die Penkuner Abwehrkette sein Tempo ausspielen konnte und von links in den gegnerischen Strafraum zog, sein Abschluss sauste jedoch denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Nach gut 65 Minuten entstand durch einen kurzfristig geplanten Doppelwechsel Unruhe und der PSV wurde zum ersten Mal Opfer der neuen Regelungen, nach denen die ausgewechselten Spieler nach 10 Sekunden das verlassen haben müssen. Andernfalls muss eine Minute in Unterzahl, in diesem Fall gleich zweifach, weitergespielt werden, ehe die eingewechselten Spieler das Spielfeld betreten dürfen. Die daraus entstandene Unordnung nutzte Penkun gnadenlos aus, als eine Flanke von links in der Mitte den freien Wroblewski erreichte und dieser die Kugel ins rechte obere Eck köpfte. Mit dem 1:4 war nun endgültig der Deckel drauf, der PSV stemmte sich allerdings weiter mit viel Moral und Einsatz gegen eine höhere Niederlage. Mit Damon Hahn und Nico Wolframm verletzten sich leider auch noch zwei Akteure schwerer am Knöchel, sodass diese nicht weitermachen konnten und der PSV aufgrund der aufgebrauchten Wechselfenster die Partie in Unterzahl zu Ende bringen musste.

Unterm Strich ziehen die Penkuner hoch verdient in die nächste Runde ein. Der Pelsiner SV verkaufte sich trotz der Umstände jedoch teuer und kann sich an diesem Tage wenig vorwerfen. Mit Zuversicht kann die Mannschaft von Trainer Christen auf den Saisonstart in der Kreisliga beim BSV Forst Torgelow am kommenden Freitag blicken. Die Hoffnung, dass zumindest der ein oder andere Akteur nicht allzu schwer verletzt hat, besteht zumindest.

Pelsiner SV - Penkuner SV Rot-Weiß II 1:4 (1:3)

Tore: 0:1 Filipowicz (9.), 0:2 Filipowicz (30.), 0:3 Wroblewski (43.), 1:3 Hirsch (44./FE), 1:4 Wroblewski (65.)

So spielte der PSV: Frost - Fischer, Christen, Teske (46. Abdullahi), Schumacher (64. Fousseni) - Wolframm, Müller, Netz © (64. Franz), Hahn (71. Scheyda) - Hirsch (79. Engler), Toure

Auf der Bank: Steffenhagen (ETW), Kosanke

24.08.2026