Bittere Auswärtsniederlage in Züsedom - PSV unterliegt mit 2:0 (2:0)

Am 17. Spieltag der Kreisliga II musste sich der Pelsiner SV nach zweiwöchiger Pause beim SV Züsedom mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Nach der Niederlage im Topspiel gegen Tabellenführer Ahlbeck ist es damit die zweite Niederlage in Folge. Trotz personeller Engpässe zeigte der PSV eine engagierte Leistung, ließ jedoch die nötige Durchschlagskraft im Angriff vermissen.

Die Vorzeichen waren alles andere als optimal: Mit Kapitän Hendrik Netz, Kevin Müller und Top-Torjäger Michel Geserick fehlten gleich mehrere Stammkräfte. Trainer Marcel Christen musste daher selbst in der Innenverteidigung aushelfen, während Johannes Fischer erstmals die Kapitänsbinde übernahm.

Dabei erwischte der PSV den besseren Start in die Partie. Die Gäste hatten mehr Ballkontrolle und konnten sich erste Abschlüsse und Halbchancen erarbeiten, ohne jedoch zwingend zu werden. Die kalte Dusche folgte dann quasi aus dem Nichts: Ein langer Abstoß des Züsedomer Keepers wurde in der Defensive unterschätzt, Torhüter Marvin Lüdemann kam einen Tick zu früh heraus, und der schnelle Angreifer der Gastgeber, Lenny Wandelt nutzte die Situation eiskalt zur 1:0-Führung (17.). Mit dem Treffer kam Züsedom besser ins Spiel und setzte fortan verstärkt auf lange Bälle in die Spitze - ein einfaches, aber effektives Mittel, das immer wieder für Gefahr sorgte. Der PSV stemmte sich mit viel Einsatz dagegen, klärte mehrfach in höchster Not, unter anderem auf der Linie. Offensiv setzte man selbst Nadelstiche, etwa durch einen gefährlichen Freistoß von Marcel Christen aus knapp 20 m, den Züsedoms Daniel Hauke stark parierte. So ging es mit einem knappen 0:1-Rückstand in die Halbzeitpause.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild: Pelsin mit mehr Spielanteilen, Züsedom lauernd auf Konter und Umschaltmomente. Die Partie wurde jedoch zunehmend zerfahren, viele Unterbrechungen und Fouls verhinderten einen echten Spielfluss. Zudem sorgte die Linie des Schiedsrichters, insbesondere bei der Verteilung von Gelben Karten, für zusätzlichen Unmut. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: In der 87. Minute sah Bassem Fousseni nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Dennoch blieb der PSV dran und warf in der Schlussphase alles nach vorn. In der 90. Minute kam ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld in Züsedoms Strafraum, wobei nach einem Gewühl der aufgerückte Hannes Dützmann das Spielgerät ins Netz drückte, doch ein vermeintliches Offensivfoul im Vorfeld ließ den Treffer nicht zählen. Die anschließenden Proteste wurden als Meckern gewertet und führten zur nächsten Gelb-Roten Karte, sodass der PSV die Partie nur noch zu neunt beendete. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit nutzten die Gastgeber ihre doppelte Überzahl und machten mit einem Konter zum 2:0 durch Kapitän Christian Kuschel endgültig den Deckel drauf.

Am Ende steht eine bittere, aber nicht unverdiente Niederlage. Ein Punktgewinn wäre für den PSV durchaus möglich gewesen, doch fehlte es im Angriff an der nötigen Konsequenz. Besonders schwer wiegt neben dem Ergebnis auch der Ausblick auf das kommende Spiel, in dem gleich mehrere Spieler gesperrt fehlen werden.

SV Züsedom 48 - Pelsiner SV 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Wandelt (17.), 2:0 Kuschel (90.+5)

So spielte der PSV: Lüdemann - Fischer ©, Dützmann, Christen, k.A. - Wolframm, k.A. (90.+1 Gelb-Rot) - Herkules, Toure, Fousseni (87. Gelb-Rot) - Scheyda (57. Franz)

Auf der Bank: Engler, K. Harwardt

30.04.2026