Vor der Partie gedachten das Team und seine Anhänger gemeinsam mit den Gästen dem kürzlich verstorbenen Edel-Fan Martin Hecht mit einer Schweigeminute. Zudem lief die Mannschaft um Kapitän Hendrik Netz mit Trauerflor auf. Sportlich erwischten allerdings die Gäste den deutlich besseren Start. Bereits in der zweiten Minute kamen die Ferdinandshofer über die Außenbahn in den Strafraum. Einen ersten Abschluss ließ Keeper Marvin Lüdemann noch abprallen, ehe Fabian Elbers zur frühen 1:0-Führung für die Grün-Weißen abstaubte. Der PSV zeigte sich vom frühen Rückschlag jedoch keineswegs geschockt und reagierte prompt. Nur wenige Minuten später nahm Ferdinandshofs Keeper Mahnke einen Rückpass regelwidrig auf, weshalb es indirekten Freistoß aus kurzer Distanz gab. Michel Geserick hämmerte das Spielgerät nach Ablage aus knapp zehn Metern Richtung rechten Knick, Mahnke kratzte den jedoch stark heraus. Kurz darauf traf Nico Wolframm nach einer Toure-Ecke den linken Pfosten. In der 16. Minute fiel dann der verdiente Ausgleich: Nach einer Ecke von rechts schlug Abdi Abdullahi am kurzen Pfosten ein Luftloch, ehe der Ball bei Kevin Müller landete, der sich von der Strafraumkante ein Herz fasste und den Ball sehenswert volley im langen Eck versenkte. Anschließend blieben die Pelsiner spielbestimmend, offenbarte defensiv jedoch immer wieder kleinere Unsicherheiten. Ferdinandshof kam dadurch mehrfach zu vielversprechenden Halbchancen, die jedoch entweder durch gutes Stellungsspiel der Defensive oder durch den aufmerksam agierenden Lüdemann bereinigt werden konnten. In der 35. Minute drehte der PSV schließlich die Partie komplett. Eine Ecke von Kevin Müller verlängerte Ferdinandshofs Seyfi Brückner unglücklich ins eigene Tor zur 2:1-Führung für die Gastgeber. Mit diesem verdienten Vorsprung ging es auch in die Halbzeitpause, wenngleich der PSV vor allem defensiv nicht seinen konzentriertesten Auftritt zeigte.
Der zweite Durchgang begann dann optimal für den Pelsiner SV. Gerade einmal fünf Minuten waren gespielt, als Geserick die Kugel im Mittelfeld stark behauptete und mit einem feinen Außenristpass Abdullahi auf die Reise schickte. Dieser blieb vor Marcel Mahnke im Grün-Weiß-Tor eiskalt und schob souverän zum 3:1 ein (50.). In der Folge kontrollierte der PSV die Partie weitgehend und hätte das Ergebnis frühzeitig deutlicher gestalten können. Ein Freistoß von Hannes Dützmann krachte aus rund 20 Metern an den rechten Pfosten, wenig später setzte Toure einen Abschluss aus aussichtsreicher Position an die Latte. Auch Geserick hatte nach einer starken Flanke von Ron Uteß Pech, als sein Kopfball nur den Pfosten touchierte. So blieb Ferdinandshof trotz überschaubarer Offensivaktionen weiter im Spiel und verkürzte in der 81. Minute durch den eingewechselten Tobias Jahn plötzlich auf 3:2, ernsthaft ins Wanken geriet der PSV jedoch nicht mehr. Den Schlusspunkt setzte schließlich doch noch Top-Torjäger Michel Geserick. Nachdem Wolframm zunächst erneut nur den Pfosten getroffen hatte, stocherte Geserick den Ball im Nachsetzen zum 4:2-Endstand über die Linie und erzielte damit bereits seinen 26. Saisontreffer. Gleichzeitig legte der Angreifer im Fernduell um die Torjägerkanone gegen Konkurrent John Fielitz vom SV Züsedom weiter vor.
Am Ende steht ein verdienter Heimsieg und damit ein gelungener Abschluss auf heimischem Platz. Da auch Pommern Pasewalk seine Partie gegen die SG Jatznick/Heinrichswalde gewinnen konnte, bleibt das Rennen um Platz drei bis zum letzten Spieltag offen. Mit einem Auswärtssieg beim FC Vorpommern in Torgelow hätten die Pelsiner den dritten Tabellenrang jedoch sicher in der eigenen Hand.
Pelsiner SV - SV Grün-Weiß Ferdinandshof 4:2 (2:1)
Tore: 0:1 Elbers (2.), 1:1 Müller (16.), 2:1 Brückner (35./Eigentor), 3:1 Abdullahi (50.), 3:2 Jahn (81.), 4:2 Geserick (86.)
So spielte der PSV: Lüdemann - Fischer, Dützmann, Reinke (53. Franz), Uteß (88. Kosanke) - Netz ©, Müller - Abdullahi (72. Scheyda), Wolframm, Toure (88. Engler) - Geserick
Auf der Bank: Möller, K. Harwardt
03.06.2026

