Im Vergleich zum gewonnenen Lokalderby in Blesewitz musste Coach Christen auf einige Leute verzichten. Die Startformation musste jedoch nur auf einer Position verändert werden: Top-Stürmer Michel Geserick trug aus dem Derby eine starke Blessur am Oberschenkel davon und stand deshalb nicht zur Verfügung, ihn ersetzte Co-Trainer Ricardo Frost. Und dieser hatte bereits nach einer Minute eine riesige Gelegenheit zur schnellen Führung. Bassam Fousseni zog von links in den Strafraum, legt an der Grundlinie zurück an die Fünf-Meter-Kante zum völlig freien Frost, der den Ball jedoch deutlich übers Tor schoss. In der Folge hatten die Pelsiner allerdings die Partie komplett im Griff und suchten immer wieder den Weg nach vorne, bis ausgerechnet Hendrik Netz den Gegner in achten Spielminute einlud. Einen herben Fehlpass im Spielaufbau fing Ferdinandshofs Kaschube ab und steckte zügig durch in die Spitze zu Danny Uterhardt. Der war schneller als Hannes Dützmann und schob anschließend eiskalt an Marvin Lüdemann im Pelsiner Tor vorbei zum 1:0. Der PSV schüttelte sich danach aber nur kurz und fand anschließend schnell zurück in die Spur und übte großen Druck auf das Tor der Grün-Weißen aus. So erspielte man sich eine Vielzahl an Torchancen, doch Rachid Mohammad, Nico Wolframm, Fousseni und Frost scheiterten immer wieder am Torhüter der Gastgeber oder an sich selbst. Auch ein klarer Handelfmeter blieb den Pelsinern vom Schiedsrichter verwehrt. So ging es mit einer äußerst schmeichelhaften Führung für Grün-Weiß Ferdinandshof in die Halbzeitpause.
Für den zweiten Durchgang nahmen die Pelsiner Kicker eine Menge vor und so spielte man weiterhin druckvoll nach vorn. Knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff platzte endlich der Knoten. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld hatte Wolframm viel Platz und das Auge für Mohammad auf der linken Seite, welcher weiter in den gegnerischen Strafraum zog und in die Mitte lupfte, wo er den Kopf von Fousseni fand und dieser die Kugel zum längst überfälligen Ausgleich ins Netz drückte (54.). Die Pelsiner gaben sich jedoch noch lange nicht zufrieden und gut zehn Minuten später zog Mohammad erneut von links in den Sechzehner, diesmal wurde er allerdings rüde von hinten zu Boden gebracht und dem Unparteiischen blieb diesmal nichts Anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Paul Hirsch trat zum Elfmeter an und verwandelte den Strafstoß sicher rechts und zur 2:1-Führung (67.). In der gesamten zweiten Halbzeit hatten die Ferdinandshofer nur noch eine nennenswerte Chance durch Torschütze Uterhardt, sein Kopfball ging jedoch denkbar knapp über die Querlatte. Ansonsten bestimmte der PSV weiter die Partie und erneut war es Hirsch, der die Führung in der Schlussphase ausbaute: Nach einer Ecke von Kevin Müller lenkte ein Grün-Weißer das Spielgerät zu Hirsch, der den Ball erst kontrollierte und anschließend flach im Tor unterbrachte (80.). Nur zwei Minuten später gelang Hirsch der lupenreine Hattrick, als er einen optimal gespielten Steilpass aufnahm und im Strafraum dem gegnerischen Keeper keine Chance ließ (82.). Mit dem 4:1 war nun endgültig der Deckel drauf. Den Schlusspunkt der Partie setzte jedoch der eingewechselte Kevin Engler in der ersten Minute der Nachspielzeit. Eine weitere Müller-Ecke legte Hirsch per Kopf ab zu Engler und der Stürmer musste ebenfalls nur noch den Kopf hinhalten, um zum Endstand einzunetzen.
Nach einem unglücklichen Halbzeitrückstand optimierten die Pelsiner in der zweiten Halbzeit die Chancenverwertung feierten in Ferdinandshof einen verdienten und deutlichen 5:1-Erfolg. Es war der vierte Sieg in Folge, zudem ist das Team um Kapitän Netz seit nunmehr 6 Partien ungeschlagen. Eine Serie, die man sehr gern mit ins neue Jahr nehmen möchte. Dafür gilt es jedoch, auch im letzten Spiel des Jahres 2025 noch einmal hoch konzentriert zu bleiben und auch gegen den neu gegründeten FC Vorpommern mindestens ein Punkt auf dem heimischen PSV-Sportplatz in Stretense zu behalten.
SV Grün-Weiß Ferdinandshof - Pelsiner SV 1:5 (1:0)
Tore: 1:0 Uterhardt (8.), 1:1 Fousseni (54.), 1:2 Hirsch (67./FE), 1:3 Hirsch (80.), 1:4 Hirsch (82.), 1:5 Engler (90.+1)
So spielte der PSV: Lüdemann - Fischer, Netz ©, Dützmann, Uteß - Hirsch, Müller - Fousseni (84. Engler), Wolframm (76. Abdullahi) - Mohammad - Frost (55. Christen)

