Zwar bestand die „Altherren-Mannschaft“ des PSV überwiegend aus den erfahrenen Spielern des aktuellen Kreisliga-Kaders, jedoch zeigten diese teils erhebliche Schwächen in der Halle. Zur Freude aller betreute der ehemalige Chef-Trainer Andreas Gerth das Team und degradierte Marcel Christen somit für einen Abend wieder in die Riege der Spieler. Während die Truppe im Auftaktspiel gegen die SG Karlsburg/Züssow defensiv mehr als ordentlich stand, entpuppten sich deutlich Probleme im Offensivspiel. Erst als man leichtfertig in Hintertreffen geriet, traute man sich nach vorn mehr zu, doch Ricardo Frost und Denis Benschus liegen die besten Chancen zum Ausgleich liegen. So startete der Gastgeber mit einer 0:1-Niederlage in das Turnier. Die Alt-Stars der HSG Uni Greifswald ließen zum Start gegen den Vorjahressieger VFC Anklam nichts anbrennen und setzten sich mit 3:1 durch. Auch der SV Murchin/Rubkow startete optimal mit einem deutlichen 5:1-Erfolg gegen die Mannschaft auf Ducherow. Dem PSV wurde dann gegen die ehemaligen Landesliga-Akteure um Michael Jeske und André Dreier vom VFC Anklam schnell die Grenzen aufgezeigt, das Duell mit den Lokalmatadoren endete 0:4. Anschließend zeigte das Team um Abwehrhüne Sebastian Teske jedoch eine starke Reaktion und erarbeitete sich gegen Murchin/Rubkow ein 1:1-Unentschieden. Stefan Wolff brachte sein Team in Führung, ehe Murchin ausgleiche konnte. In der Schlussminute erzielte Frost zunächst einen weiteren Treffer per direktem Freistoß. Da vor dem Turnier jedoch betont wurde, dass Freistöße grundsätzlich indirekt auszuführen sind, war die Anerkennung des Tores durch den Schiedsrichter eine klare Fehlentscheidung. So einigte sich die Turnierleitung gemeinsam mit dem Schiedsrichter und den beiden Mannschaften im Sinne des Fair Plays, den Treffer nachträglich zu annullieren und die Partie Remis zu werten. Dies dämpfte die Euphorie im Pelsiner Team jedoch gewaltig, welches anschließend mit 0:4 gegen den bis dato sieglosen SV Ducherow verlor. Auch gegen die stark aufspielende HSG Uni Greifswald blieb man im letzten Turnierspiel chancenlos und unterlag deutlich mit 1:5. So blieb für den Gastgeber, wie bereits im Jahr 2025, nur der unbequeme letzte Platz.
Mit fünf Siegen aus fünf Partien kürte sich am Ende die Legendenauswahl der HSG Uni Greifswald zum verdienten Turniersieger. Vorjahres- und Rekordsieger VFC Anklam sicherte sich den zweiten Platz vor der SG Karlsburg/Züssow. Der SV Murchin/Rubkow konnte nach dem Auftakterfolg keinen Sieg mehr einfahren und landete so auf dem vierten Rang vor dem SV Ducherow.
Zum besten Torhüter wurde Mirko Schmidt von der SG Karlsburg/Züssow gewählt. Er zeigte nicht nur auf der Linie starke Reflexe, sondern erwies sich mit seiner Spielweise als wichtiger Faktor, um seine Mannschaft auf den dritten Platz zu führen. Torschützenkönig wurde David Schulz vom VFC Anklam mit sechs Turniertoren.
Endplatzierungen:
- HSG Uni Greifswald | 16:5 | 15 Pkt.
- VFC Anklam | 17:9 | 10
- SG Karlsburg/Züssow | 6:7 | 7
- SV Murchin/Rubkow | 10:9 | 5
- SV Ducherow | 8:14 | 4
- Pelsiner SV | 2:15 | 1
Alle Ergebnisse im Überblick
Für den PSV liefen auf: Patrick Benschus, Enrico Möller, Marcel Christen (1 Tor), Denis Benschus, Rainer Möhring, Sebastian Teske, Daniel Schumacher, Stefan Thefs, Stefan Wolff (1), Mario Fromm, Ricardo Frost

